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Der Begriff „Bio-Erde“ ist in Deutschland nicht geschützt. Für Erden und Substrate existiert keine offizielle Bio-Zertifizierung, sodass auch Produkte ohne nachweislich aktive Bodenbiologie als Bio-Erde angeboten werden können.
Viele dieser Erden basieren überwiegend auf Torf oder Kokos. Diese natürlichen Rohstoffe liefern jedoch nur eine begrenzte biologische Aktivität. Häufig fehlen stabile Mikroorganismen und eine ausgewogene Mineralstoffversorgung. Das führt dazu, dass Pflanzen regelmäßig nachgedüngt werden müssen, was Pflegeaufwand und das Risiko von Nährstoffungleichgewichten erhöht.
Auch zugelassene Düngemittel sind nicht automatisch unbelastet. Tierische Dünger wie Horn- oder Knochenmehl können je nach Herkunft Rückstände enthalten. Zusätzlich nehmen bestimmte Pflanzen als Bioakkumulatoren Schwermetalle aus dem Boden auf und reichern sie im Gewebe an.
Entscheidend ist daher die Qualität und Herkunft der eingesetzten Rohstoffe. Eine gut aufgebaute Erde mit aktiver Bodenbiologie sorgt für stabile Wachstumsbedingungen, reduziert den Düngebedarf und unterstützt gesunde Pflanzen sowie eine hochwertige Ernte.
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